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Donnerstag, 20. Juli 2006
Von Eden geht aus ein Strom
Was liegt an heißen Tagen wie diesen näher, als dass unsere Phantasie verweilen will an Orten, wo Schatten angenehme Kühle spendet und murmelndes Wasser Erfrischung verheißt.
Solche wunderbaren Orte sind zum Beispiel orientalische Gärten. Den Zeilen des Koran folgend stellen islamische Gärten das Paradies auf Erden dar. So leitet sich beispielsweise die klassische Vierteilung durch zwei gekreuzte Wasserkanäle von den Worten ab: „Von Eden geht aus ein Strom, der fließt in alle vier Himmelsrichtungen.”
Überhaupt spielt Wasser in orientalischen Gärten eine zentrale Rolle. Nicht nur, weil es zur Bewässerung notwendig ist, sondern auch als Quelle des Lebens schlechthin. Erst durch die Gabe Wasser brachte Allah Leben in das unfruchtbare Land (Arab bedeutet unfruchtbares Land) und so können wir uns dank dieses Symboles am kühlen Nass in den stillen Paradiesen erquicken.
Ein schöner Bildband mit interessanten Informationen zu diesem Thema ist Gärten des Orients. Einige der in diesem Buch vorgestellten Paradiese konnten wir selbst schon besuchen wie z.B. Das Haus der 100 Innenhöfe oder den gelben Garten der Casa de Pilatos. Andere wiederum wie die Gartenanlage des Taj Mahal, ein Höhepunkt der indischen Moghulgärten, werden wir im September auf unserer Urlaubsreise zu sehen bekommen.
Wir freuen uns schon, neue Paradiese auf Erden kennen zu lernen!


