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Mittwoch, 23. August 2006
Soferl im Grünen?
Gestern war im Fernsehen ein Beitrag über die wiener Sofiensäle zu sehen, die nun – 5 Jahre nach dem Brand im August 2001 – doch wieder hergerichtet werden sollen.
1838 als Badeanstalt eröffnet, wurde dieser 10 Jahre später von Siccardsburg & Van der Nüll (ja genau, die mit unserem Opernhaus!) zu Multifunktionalität in Form von „Party & Swim” oder wie immer man damals eben zu einer Veranstaltungs- und Schwimmhalle gesagt haben mag, verholfen.
Später wurden noch Logen eingebaut und die Fassade gefälliger gestaltet. Auftritte der Familie Strauß oder des Herrn Schnitzler verhalfen der Soferl, die ihren Namen übrigens nach der Mutter Kaiser Franz Josephs trägt, schließlich 1986 spät aber doch zum Denkmalschutz.
Unzählige Jungdamen und -herren haben sich hier bei Bällen und später bei Clubbings die Nächte um die Ohren geschlagen. Bei ersteren (den Bällen) war auch ich einst dabei.
Jetzt will man zumindest den Prunksaal wieder herrichten. Für Ausstellungen vielleicht oder als Museum, aber nicht mehr als Ballsaal. Den Rest des Gebäudes kann man sich als Wohnungen oder Büros vorstellen.
Bei der Begehung dieser Tage hat man zwar festgestellt, dass die Schäden seit dem Brand vor 5 Jahren glücklicherweise nicht größer geworden sind, jedoch fehlt die eine oder andere Statue, die früher eine Nische oder Säule geziert hat.
Ob die Soferl womöglich lieber ins Grüne wollte und nun einen Garten dekorativ bereichert so wie die Muse auf unserem Foto von Estoi?


