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Erbswurstsünde

Knorr ErbswurstDa geht er hin in Frieden unser Papa Ratzi und schafft einfach die Vorhölle ab!

Und alles, was des Schreibens mächtig ist (einschließlich mir selbst), egal ob gläubig oder doch mehr un-, muss das kommentieren. Kann er das? Darf er das?

Zwar war ich lang in einer Klosterschule (nein, s‘hat mir nicht geschadet und ja, ich war auch eine wilde Henne, als ich dann losgelassen wurde), bin aber auch nicht extra theoligisch versiert deswegen. Es gibt aber Leute, die das sind – theologisch versiert mein ich – und die auch noch einen fundierten und interessanten Artikel über den Limbus verfasst haben.

So wie es darin beschrieben steht – als ein Zustand natürlicher Glückseligkeit, jedoch ohne das Wissen um Gott und somit ein Mangel an Gnade – kann ich etwas damit anfangen. Abschaffen kann diese Zustandbeschreibung wohl niemand, nicht einmal der Papst. Aber das ist ja eigentlich auch gar nicht notwendig.

Nur das Wort Vorhölle entspringt wohl eher dem Mittelalter und kann samt der Vorstellung, die es erweckt, gerne in endlosem Schweigen versinken. Glücklicherweise sind wir aus dem finsteren Zeitalter der Furcht größtenteils doch schon heraussen.

Doch zum Titel: In ganz jungen Jahren war ich fest davon überzeugt, dass es in Wirklichkeit Erbswurstsünde heißen. Schließlich hab ich Knorr Erbswurst ja hin und wieder als Suppe gegessen. Aber Erb? Wer kennt schon eine Suppe aus Erb!

Von mir aus darf somit die Erbswurstsünde gerne abgeschafft werden. Dann gäbe es auch endlich eine seligmachende Antwort auf die Frage: „Kann denn Suppe Sünde sein?“

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