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Abwarten und Tee trinken

Teepflückerinnen im Hochland von Sri LankaDas muss ich seit gestern Abend gezwungener Maßen. Eine Erkältung treibt mich in die Federn und läßt mich alle Arten von heißen Aufguss-Getränken gegen meine Halsschmerzen schlürfen. Ich werd noch zur Kameliendame!

Nein, nein, weder leide ich an Schwindsucht, noch stecke ich mir bei Bettlägrigkeit Blumen ins Haar – vielmehr ist es der Tee, der mich zu dieser Assoziation bringt. Die Teepflanze Camellia sinensis ist, wie ihr lateinischer Name schon sagt, eine Kamelienart.

Zur Entdeckung des Heißgetränkes gibt es übrigens eine nette Legende:

Shen Nung, Kaiser, Gelehrter und Vater der Pflanzenkunde im alten China (ca. 2800 B.C.), ruhte eines lauen Frühlingabends in seinem Garten unter einem wilden Kamelienbaum. Vor ihm sprudelte eine Kanne mit frischem Wasser, das er aus Hygienegründen stets abgekocht zu trinken pflegte. Da fuhr ein Windstoß durch die Zweige des Kamelienbaums und wehte einige Blätter in das kochende Wasser, das sich im Nu goldgrün färbte. Vorsichtig kostete Shen Nung von dem Getränk und fühlte sich sogleich wunderbar belebt und erfrischt. So war der Grüntee entstanden!

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