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detektivische Sommerfrische

Bad AusseeHeute habe ich mir einen Teil der gestern aufgenommenen Fernsehfilm-Ausbeute angesehen und mich mit Begeisterung über „Daniel Käfer – Die Villen der Frau Hürsch” her gemacht.

Ich wurde nicht enttäuscht, die Begeisterung ist geblieben!

Das mag zum Einen daran liegen, dass ich diesmal den Roman noch nicht gelesen bevor ich den Film gesehen habe, zum Anderen auch daran, dass Alfred Komarek zu meinen gern Gelesenen zählt. Doch nicht zuletzt liegt es an der wirklich großartigen und unkitschigen Umsetzung unter der Regie von Julian Roman Pölser.

Daniel Käfer, Chefredakteur eines teuren Hochglanzmagazins, sieht sich plötzlich mit viel Zeit und wenig Sinn in seinem Leben konfrontiert – seine Karriere hat ein jähes und unerfreuliches Ende genommen. Zum Ausspannen und Abstand gewinnen fährt er mit seiner Ente (2CV) ins Ausseer Land, wo er in seiner Kindheit mit Eltern und Bruder die Sommerferien verbracht hat.

Im Laufe seines Aufenthalts verfolgt er die Spur der 1931 unter mysteriösen Umständen verschwundenen Dienstbotin Mizzi und findet seine eigenen Wurzeln gleich daneben.

Zu sehen bekommt man die schöne, stille Landschaft des steirischen Salzkammergutes, mit saftigen Wiesen, klaren Seen und grünen Wäldern. Die Menschen des Landstriches haben eine ganz eigene Mentalität – nicht wirklich unfreundlich, aber sehr distanziert für eine lange Zeit und ziemlich eigenbrödlerisch.

Zu hören gibt es Töne der Musikwarenerzeugung Ausseer Land (siehe auch Ausseer Hardbradler), die dank ihrer modernen Interpretation von Volksmusik verhindern, dass das Alpendrama ins Süßliche abgleitet.

Was bleibt ist Sommerfrische, die man anschauen und anhören kann, wenn man sie schon selber nie erlebt hat und eine spannende Geschichte rund um eine vermeintliche Erbschaft. Gelungen!

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