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Sonntag, 26. November 2006
Dreistimmig
… sind in meinen Ohren so manche Karaoke-Darbietungen – laut, falsch aber mit Begeisterung. Oder wie wir in Wien sagen: „A phantastische Stimm zum Schnitzelessen”.
Es hat mich immer schon gewundert, wieso diese peinliche Bloßstellung eigener gesanglicher Unzulänglichkeiten bei AsiatInnen einen derartigen Hype erlebt. Selbiger schwabt ja mittlerweile auch nach Europa über und macht selbst vor ansonsten ur-coolen Teens nicht halt. Sei’s drum.
Ebenso verwunderlich ist die Idee der chinesischen Regierung, die nun eine Karaoke-Steuer einheben möchte. Als Zeichen dafür, dass China den Markenschutz achtet. Ah eh! Das mit den 160.000 Paaren Nike-Schuhen, welche die Hamburger Zollfahnder kürzlich fanden, war sicher ein einmaliger Ausrutscher, gell?
Jedenfalls streiten sich in China jetzt die Behörden, wer denn an der Karaoke-Steuer mitschneiden darf, während die blutleckenden Musikkonzerne ihre Finger begehrlich nach Starmania-AnwärterInnen ausstrecken, die ihre privaten Karaoke-Videos via YouTube unters Volk bringen.
It’s a strange world … da sing ich lieber weiter (un)heimlich und gebührenfrei im Auto oder in der Badewanne.
Alle seltsamen Details gibt’s auf futurezone.orf.at zu lesen.


