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Lektüre zum Fasching

NarrenkappeEs gibt Bücher, die kann man nicht ruck-zuck verschlingen, die muss man langsam und mit Genuss lesen. So ein Exemplar ist für mich „Narrenwinter“ von Alfred Komarek.

Auch in seinem dritten Daniel Käfer-Roman versteht es der von mir sehr verehrte Autor meisterlich, einen voll und ganz in die diesmal klirrend kalte Winterlandschaft des Ausseerlandes zu versetzen, wo der Fasching mit seinen wilden Bräuchen voll im Gange ist.

Daniel Käfer, der uns bereits bestens bekannte Protagonist, nimmt sich nach seinem unfreiwilligen beruflichen Abgang von der Bühne des Magazines, für welches er geschrieben hat, eine Auszeit zum Wunden lecken, für Innenschau und Ausschau halten nach neuen Zielen im Leben.

Diese finden sich denn auch. Still und leise im Privaten, denn Sabine reist nach – teils Daniel zu Liebe, teils wegen eines Auftrages – und Nähe und Geborgenheit locken den Journalisten beinahe in eine Sesshaftigkeit, vor der er sich bisher immer gescheut hat.
Unerwartet und geschwätzig im Beruflichen, da ein alter Bekannter eine steile Karriere als „g‘mahte Wies‘n“ in Aussicht stellt und auch mit entsprechenden Vorschüssen nur allzu schnell parat ist.

Beides geht nicht auf – ein verheirateter Daniel Käfer in gehobener Stellung wäre ja auch wirklich völlig undenkbar – doch bis dahin müssen noch neue Freunde gefunden, einige Räusche ausgeschlafen, so manche mysteriöse Wirrnisse durchschaut und komplizierte Beziehungen verstanden werden.

Alles in allem ein weiterer Kult-Roman von Alfred Komarek, der – wenn auch bereits letzten Herbst erschienen – ganz wunderbar zur aktuellen Jahreszeit passt. Wärmstens zu empfehlen!

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