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Sonntag, 21. Januar 2007
Königlich
Gestern Abend waren wir im Wiener Konzerthaus. Anläßlich der Eröffnung der Resonanzen 2007 gab es einen besonderen Ohrenschmaus: The King’s Consort gab The Coronation of King George II.
Alte Musik und junge MusikerInnen – gibt’s eine bessere Kombination?
Robert King (nomen est omen), Gründer und Leiter des King’s Consort, gilt als Autorität alter Musik. Er hat aus verschiedenen Dokumenten die Krönungsfeierlichkeiten rekonstruiert und wieder auferstehen lassen. Nicht nur für die Ohren ist es ein rechtes Spektakel, es ist auch ein Erlebnis, wenn Fanfaren und Trommelzüge quer durch den Saal ziehen oder erzbischöfliche Abgesänge aus den verschiedenen Ecken des Raumes erklingen. Der Leiter selbst dirigiert mit einer Hingabe, dass man gleich sieht: „Da hat einer richtig Freude an seinem Job!“
Im Programmheftchen sind nicht nur die Texte der Hymnen nachzulesen, sondern auch das Drumherum der Entstehung dieser Musik. Kein geringerer als Georg Friedrich Händel wurde auf ausdrücklichen Wunsch des Prinzen beauftragt, das Repertoir zu den Krönungsfeierlichkeiten zu vervollständigen. Binnen weniger Wochen tat er das auch und es ist erstaunlich wie sehr die Musik trotz der unterschiedlichen Komponisten „aus einem Guss“ klingt. Jedenfalls sind die Geschichten dazu angetan, dass man sich allerbestens den leicht chaotischen aber sehr imposanten Ablauf in der Westminster Abbey vorstellen kann.
Alles in allem eine großartige Aufführung, worin auch die Medien mit uns übereinstimmen.


