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Sonntag, 1. April 2007
Was für Eisbären gut ist …
mag für Werbekampagnen schwedischer Möbelhäuser gerade noch angehen, aber für kleine Jungs?
Kürzlich hab ich irgendwo aufgeschnappt, dass in Berlin mehr als die Hälfte aller neugeborenen Buben der letzten 3 (oder so) Monate auf den bärigen Namen Knut getauft wurden.
Also mal ehrlich – für das süße Bärli ist der Name ja sehr herzig und auch Meister Eispetz wird später er recht gut stehen aber für einen Buben oder (hoffentlich halt auch einmal) Mann find ich den Namen nicht so toll. Mag aber auch damit zu tun haben, dass der mittelalterliche Name Knut oder auch Knud im gesamten nordischen und norddeutschen Sprachraum verbreitet ist und damit für mein österreichisch-südliches Ohr ähnlich hart wie Kurt oder sogar mein eigenes Karin klingt.
Leute, lasst Euch doch mal bitte was Anderes für Eure Kinder einfallen, ja?! Ist ja außerdem fad, wenn jeder Zweite so heißt.



„In Berlin wurden im März 1053 männliche Babys geboren, 541 dieser Neu-Berliner tragen den Namen Knut.“ (tagesschau.de, 2.4.2007)
Aber einfallslos ist es schon, das stimmt. Bleibt die Frage offen, ob sich die Elternpaare den Namen vor‘m Knut-Hype überlegt haben (dann wär’s konsequent, dabei zu bleiben) oder ob sie eher hoffen, auch so ein süßes weißes, knuddeliges Fellbündel zu bekommen (das wäre eher abstoßend…).
Mit ein bißchen Übung und Fantasie kann man ‚Knut‘ auch ganz liebevoll und weich aussprechen…
Liebe Grüße aus Berlin,
Anjani.