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Donnerstag, 5. April 2007
Veigerl
Am Gründonnerstag muss natürlich ein „grüner“ sprich pflanzlicher Beitrag her.
Auch, wenn das Grün vom Donnerstag wahrscheinlich eher vom Wort greinen (weinen, winseln) kommt und das Pflanzerl, um das es geht, für eine ganz andere Farbe steht, nämlich Violett.
Das Veilchen, lat. Viola odorata oder bei uns in Österreich auch Veigerl genannt, ist beispielsweise eines der 9 Kräuter, die am heutigen Gründonnerstag traditionellerweise in die Suppe kommen.
Eine weitere Möglichkeit, sich dem Veilchen kulinarisch zu nähern und somit den Frühling auf den Tisch zu bringen, sind kandierte Veilchen. Angeblich hat schon unsere Kaiserin Sisi diese Köstlichkeit zu ihren Leibspeisen gezählt. Das Rezept dafür ist ganz einfach:
kandierte Veilchen
1/8 l Wasser in einen Topf geben.
30 dag Zucker hinzufügen.
Aufkochen und den Zucker vollständig auflösen.
Ca. 50 Veilchenblüten beigeben und einige Stunden in der Zuckerlösung ziehen lassen.
Aus der Lösung heben, auf Küchenrolle abtropfen und erstarren lassen.
Vorsichtig in eine Schachtel oder in Cellophan geben und mit einem vorzugsweise violetten Mascherl dekorieren.
Wer sich die Arbeit nicht antun mag und es trotzdem gerne stilvoll hat, der kann beim traditionsreichen wiener K.u.K. Hofzuckerbäcker Demel kandierte Veilchen kaufen (Bestellung auch über Webshop möglich).
Zwar sind sie mit € 16,– schon eine Luxus-Nascherei, dafür aber in mit lila Seidenpapier ausgeschlagenem Schachterl, das mit allerliebsten Blümchen nostalgisch verziert ist. Auch wenn der Inhalt längst schon verzehrt ist, hat man an dem Behältnis immer noch Freude.


