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Dienstag, 8. Mai 2007
Gleichbäh-was?
Ich bin es eigentlich seit langem gewohnt, dass Frauen in meinem beruflichen Umfeld eher dünn gesät sind. Selten, dass ich den Eindruck habe, wegen meines Geschlechts anders behandelt oder gar benachteiligt zu werden. Uneigentlich beschäftigt mich allerdings das, was ich da erlebt habe doch schon sehr. In einem Dorf in Burundi …
Alexander und ich sind also auf dieser Veranstaltung eines iT-Unternehmens. Über die Zukunft wird gesprochen und was sie für Veränderungen mit sich bringt, wie sie das Leben leichter machen kann und – man ist ja schließlich nicht der Feind des eigenen Umsatzes – wie die Gastgeber dazu beitragen und damit auch davon profitieren können. Recht interessant war das soweit.
Auch sehr interessant war für mich, dass der MD des Unternehmens eine junge, zarte Frau ist, welche für mein Empfinden ein wenig unsicher bei ihrer Rede gewirkt hat. Na, egal – sie hat es jedenfalls weit gebracht und bekommt in dieser Top-Position meinen vollen Respekt!
Später am Abend eine Unterhaltung mit einem Mitarbeiter dieses weiblich geführten Unternehmens … vornehmlich mit Alexander, dem man als Mann wohl mehr das berufliche Sagen zutraut. Es werden Visitenkarten ausgetauscht – mir wird keine angeboten.
Erst als Alexander sich kurz entschuldigt werde ich in der entstehenden Pause gefragt, was ich denn so mache. Auf meine Antwort „Leiterin einer technischen Abteilung im gleichen Unternehmen“ entsteht ein fast schon peinliches Schweigen. „Aha ..“ -Stille.
Schade eigentlich, denn ich hätte mir von Mitarbeitern eines weiblich geführten Unternehmens mehr Offenheit und weniger geschlechtsspezifisches Vorurteil erwartet! Hoffentlich wird „die Zukunft“ denn weiblicher oder zumindest geschlechtsneutraler gesehen.



lieben winker umme ecke
Bei uns gibts Vorgesetzte die sagen zu einem (weiblichen) Mitarbeiter, die ein technisches Studium an der TU Wien gemacht hat, als Antwort auf die Frage warum sie – trotz eindeutiger Zuständigkeit für das Thema – übergangen wurde: „Ich wollte mit einem Techniker sprechen!“
Da fragst dich dann schon, oder?
Zumal dann jemand konsuliert wurde, der eigentlich null Ahnung vom Thema hatte…
das kenn ich auch!
Wenn bei mir jemand anruft oder vorbeikommt . heisst es immer – „ich möcht den HERRN Diplomingeniur K. sprechen“ – wenn ich dann sage, dass ich das bin – gibts Verwunderung.
Manchesmal auch eine Entschuldigung.
So was ist mir auch nicht immer fremd gewesen.
Lasst Euch nicht frusten, Mädels, die Ewig-Gestrigen sterben mittelfristig aus!
Amen!