Flickr wird 3D » « Burgen und Schlösser
Montag, 14. Mai 2007
kommunaler Wohnkomplex
Na liebe WienerInnen und Zuag‘raste, wisst’s was das ist? Nein, gell?
Net kränken, ist mir auch so gegangen. Dieser Ausdruck, der fatal an die Zeit von Otto Mühl erinnert, bezeichnet nichts anderes als den Gemeindebau.
Drauf gekommen bin ich, weil ich anlässlich des gestrigen Festtages nach der bitterbösen österreichischen Satire gleichen Namens ge-google-t hab – nämlich nach dem Kultfilm Muttertag. Und weil man beim Google-n so leicht vom Hundertsten ins Tausendste kommt, hab ich neben der Seite unseres Gemeindebaublumen-Troubadours Woiferl A. auch eine wahre Perle an Seite gefunden.
Das rote Wien bezeichnet sich selbst als Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie und bietet eine Fülle an Informationen und Bildmaterial zu diesem Thema. Selbstverständlich darf der kommunale Wohnbau als eine der sozialdemokratischen Errungenschaften dabei nicht fehlen!
Wirklich interessant zu lesen sind die geschichtlichen Hintergründe und auch die architektonischen Betrachtungen. Auch heute kann man noch an vielen der Gebäude sehen, dass in den 1920er Jahren einige Schüler des berühmten Otto Wagner für das Stadtbauamt tätig waren und den Stil des damaligen Wohnbaus maßgeblich beeinflusst haben. Auch das Hundertwasser-Haus in Wien ist übrigens ein Beispiel dafür, wie außergewöhnlich die Architektur eines Gemeindebaus sein kann.
Wer dann Lust bekommt, sich diese legendären Wohnburgen auch live anzusehen, für den gibt’s thematische Spaziergänge vorgeschlagen. Auch diese hübsch bebildert, dass man gleich weiß, was einen erwartet.
Ich bin begeistert von dieser Site, die Ur-Wienerisches abseits der üblichen Touristen-Klischees präsentiert!
Tags: Architektur, Otto Wagner


Danke für den super Link – ist wirklich interessant!
Zu dem Spaziergang „Zu Fuß durch Favoriten“ fällt mir grad ein G’schichterl ein: Als ich vor Jahren noch nicht in Wien gewohnt habe und nur hin und wieder zu den Kindern auf Besuch kam, musste ich mal zu einem Treffen mit einer Bekannten nach Favoriten. Ich hab mich ja noch nicht in Wien ausgekannt und hab ein Taxi genommen. Als der Taxler hörte, dass ich nach Favoriten wollte kam wie aus der Pistole geschossen: Homma an Poss mit, gnä Frau?
Gelacht hab ich erst um einiges später, als ich kapiert hatte, was er meinte
ist wirklich interessant der link – muss ich mir noch ganz in ruhe zu gemüte führen.

was Favoriten anbelangt : wirklich schockiert war ich, als mir (als geborener waldviertlerin) ein kollege sagte – „du wohnst in favoriten? – das hört man!“
Toller link, muss ich schon sagen.
Aber, was da alle gegen Favoriten haben, dass versteh ich nicht. Ich hab 3 Jahre lang in der Buchengasse gewohnt, und ja, es sind viele „Ausländer“ da, dafür sind die Wohnungen günstig, und mit der einen Pizzaria dort, in der Buchengasse, wenn mir nur einfallen tät, wie die heisst….hmmm… Bimbo oder so ähnlich, also, diese Pizzeria ist super. Ich hab mich nie geschämt, dass ich in Favoriten wohne, obwohl ich mir zu 100% sicher bin, dass ich die einzige „Österreicherin“ in dem Haus war. *g*
Also ich schäm mich auch nicht in Favoriten zu wohnen. MigrantInnen gibt’s in jedem Bezirk und nette Leute bzw. halt auch Deppen findet man unter allen Nationalitäten. Ich geh übrigens am liebsten zum Türken am Eck Gemüse einkaufen – der hat die schönste Ware in der ganzen Umgebung (Bauernzeile am Viktor Adler-Markt ausgenommen, aber die gibt’s nur Vormittag und da bin ich im Büro).
@Sandra: bei uns in der Buchengasse gibt’s die Pizzaria Carino, die ganz gut ist. Hast Du die gemeint vielleicht?
liebe Grüße,
Karin
Gut so, denn ich schäm mich auch nicht in Meidling zu wohnen. Ich hab den Markt gleich um die Ecke und „mein“ Türke hat rund um die Uhr offen und, wenn es sein muss, auch um 3 Uhr Früh ein frisches Marmeladekipferl für mich. Ich fühl mich pudelwohl da, selbst wenn nicht alles perfekt ist