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Das große Fressen

Schon seit meiner ersten Gartensaison gibt es auf unserer Terrasse unliebsame Mitbewohner: die gefurchten Dickmaulrüssler (Othiorhynchus sulcatus).

Diese nachtaktiven, flugunfähigen Käfer richten bei den Pflanzen gleich doppelten Schaden an. Einerseits verursachen die Käfer selbst buchtenförmigen Lochfraß an den Blättern und andererseits schädigen die Larven die Wurzeln. Nicht nur, dass die schlappen und zerfressenen Pflanzen optisch nix mehr her machen, verenden sie manchmal auch an den Folgen des tierischen Fressrausches, da sie kaputten Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen können. Schrecklich!

Und das Tüpfelchen auf dem „I“ ist dann noch, dass die Käfer bei der Vermehrung nicht auf Genossen des anderen Geschlechts angewiesen sind (wäre auch zu schön gewesen, da in unseren Breiten überwiegend weibliche Tiere vorkommen). Nein, mit sogenannter „Jungfernzeugung“ (Parthenogenese) schaffen es die Biester, sich eingeschlechtlich fort zu pflanzen – und das massenhaft.

Das einzige, was dagegen hilft, sind Bodennützlinge namens Nematoden. Die winzigen Fadenwürmchen werden mit dem Gießwasser bei min. 12 Grad Bodentemperatur ausgebracht und machen so in der Erde die dort schmatzenden Engerlinge des Dickmaulrüsslers unschädlich. Meine Nematoden hab ich von biohelp bezogen und heuer ausgebracht.

Hoffentlich noch rechtzeitig, bevor wieder das große Fressen los geht und ich zur nächtlichen Lustmörderin werde!

Mehr zu Dickmaulrüsslern weiß natürlich Wikipedia und auch Biogärtner Karl Ploberger.

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