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Sonntag, 14. Oktober 2007
Chrysantheme
Oktober, der Hochherbst ist voll im Gange und erfreut uns mit so manch leuchtender Farbe. Kräftig blauer Himmel, tiefstehende Sonne, rote Beeren, gelbe Blätter und Korbblüter wie Herbstaster und Chrysantheme in lila, weiß, gelb und orange.
Als Kind mochte ich Chrysanthemen überhaupt nicht, waren sie doch untrennbar mit Allerheiligen und somit mit Friedhof und Tod verbunden. Außerdem fand ich diese Blumen mit ihren großen, Pompon-Blüten schrecklich altmodisch. Heute finde ich, dass Chrysanthemen einen wunderbaren asiatischen Charme ausstrahlen.
Kein Wunder, wo doch Chrysanthemen bereits im 15. Jh. v. Chr. in China gezüchtet und von dort nach Japan verbreitet wurden. In Japan gilt sie als Nationalblume und steht als Symbol für das Kaiserhaus. Aber nicht nur wegen ihrer Formenvielfalt und der wunderschönen Farben ist die Blume beliebt, sondern auch wegen der Heilkräfte, die ihr nachgesagt werden.
Chrysanthemenwein und -tee sowie Speisen mit Chrysanthemen dekoriert, sind daher sehr beliebt. Angwendet wird Chrysanthemenmedizin bei Erkältung, Fieber und Kopfschmerzen sowie bei brennenden, trockenen Augen.
Von der Chrysantheme gibt es an die 5.000 Sorten und gerade jetzt, kann man sie als Topf- oder Schnittblumen überall kaufen. Eher kühl und gleichmäßig feucht gehalten, erfreuen uns die Blumen in Töpfen noch bis spät ins Jahr mit ihrer Blütenpracht. Dünger brauchen sie übrigens kaum. Mit der Winterhärte ist es allerdings so eine Sache – vor allem in den beengten und wenig geschützten Verhältnissen im Pflanzgefäß halten Chrysanthemen den Frösten auf unseren Balkonen oft nicht stand. Ein bisschen Schutz tut also gut, will man auch im nächsten Jahr noch Freude daran haben.
Tags: Pflanzen


Ich habe da auch so eine -eher schlechte- Kindheitserinnerung. Nachdem ich im November Geburtstag habe – bekam ich NIE Blumen geschenkt. (War damals – viiiiel zu teuer) daher wünschte ich mir einmal zum Geburtstag explizit „nur Blumen“ – was bekam ich? Chrysanthemen – ausgeschaut hats bei mir wie bei einer Beerdigung – seither hab ich zu Chrysanthemen ein eher ambivalentes Verhältnis.