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Sonntag, 13. Januar 2008
Dem Winter einen Turban aufgesetzt
Der Name Tulpe kommt aus dem Persischen und bedeutet Turban. Just einen solchen hab ich dem Winter aufgesetzt und mir beim Einkauf für das Abendessen letzten Freitag auch einen Strauß pinkfarbener Tulpen mitgenommen – nebst einer Wohnen & Garten-Zeitschrift.
Kaum zu glauben, dass die Tulpe Anfang 17. Jh. manch einen Holländer dazu gebracht hat, sein Stadthaus oder seine Mühle gegen ein Zwiebel einzutauschen. Damals herrschte die sogenannte „Tulpenwoede“, die einem spekulativen Börsenrausch gleichkam. Man glaubte auch, dass die Tulpe, welche zugegebener Maßen einfach zu kultivieren ist, ohne weiteres Zutun von sich aus immer neue und unterschiedliche Sorten hervorbrächte.
Dabei kann man den Tulpenwütigen gar nicht mal so sehr mangelnde Botanik-Kenntnisse vorwerfen. Damals grassierte nämlich in Holland unbemerkt ein Mosaikvirus, der die schönsten Blüten in marmorierten Farbvariationen und mit bizarr gefransten Petalen entstehen ließ.
Meine Tulpen waren weder teuer, noch werden sie mutieren – sie sollen mich einfach nur erfreuen und mir einen Hauch von Frühling vermitteln. Der Winter wird mir eh schon wieder zu lang.
Tags: Alltag, Frühling, Pflanzen


„Wohnen und Garten“ – die einzige Zeitschrift, die ich regelmäßig kaufe. Am Donnerstag müsste das neue Heft schon da sein!