Scharfe Sachen, die 2. » « Arriba, ándale!

Scharfe Sachen, die 1.

HabanerosWas wäre die mexikanische (bzw. mittelamerikanische) Küche ohne Tabasco und Salsa Picante. Ordentlich scharf muss es schon sein, damit das Corona con Limone auch so richtig schön zischt – was zwar schmeckt, aber gegen das Brennen der Mundschleimhäute gar nichts hilft.

Die Früchtchen, die das kulinarische Feuer entfachen sind Chilis und in diesen wiederum der Inhaltsstoff Capsaicin.

Capsaicin ist nicht wasser-, dafür aber alkohol- und fettlöslich. Ja, stimmt schon, Bier enthält auch Alkohol, allerdings zu wenig, um die Schmerzrezeptoren zu entlasten. Im Gegenteil, die Kohlensäure verstärkt die Schärfe noch. Wirklich helfen Yoghurt – nicht umsonst reichen Inder z.B. gerne Lassi zu scharfen Speisen – bzw. das Einreiben der Hände mit etwas Öl bevor man mit Chilis hantiert und sich nachher die Nase wischt oder ins Auge fährt. ;) Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Freude dann noch Stunden zu Tränen rührt.

Der Capsaicingehalt und somit die Schärfe von Substanzen oder Flüssigkeiten lässt sich übrigens in Scoville-Einheiten (SCU) messen. Auf einer Skala von 1 – 10 gibt es bspw. folgende Einteilung:

  • 0 … ein normaler grüner Paprika
  • 5 … Tabasco
  • 10 .. ein Habanero

Habaneros sind die schärfsten Chilis, die es gibt. Der Name bedeutet „aus Havanna kommend“ und die Schoten werden vornehmlich in Yucatan, Mexiko angebaut. Daher, nämlich von einem Markt im Städtchen Uman, stammt auch das Mitbringsel, das ich für einen Kollegen im Reisegepäck hatte. Beim Anbau wünsche ich gutes Gelingen und noch viel mehr bei der Verarbeitung!

Letzteres nicht ganz uneigennützig, da mir ein Gläschen Kostprobe versprochen ist. Mehr Informationen zu Habaneros und Chilis im Allgemeinen sind auch zu finden auf Pepperworld.com.

Bookmark and Share

Derzeit gibt es noch keinen Kommentar.
Wir freuen uns, wenn Deiner der Erste ist.

Diesen Eintrag kommentieren

Subscribe without commenting

 Scharfe Sachen, die 2. » « Arriba, ándale!