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Dienstag, 20. Mai 2008
Noch 10 Tage
… und es heißt wieder „schlaflos in Wien“ (oder Klagenfurt, oder Graz, oder …). Hoffentlich, denn am 30. Mai ist wieder Lange Nacht der Kirchen und somit ein guter Grund, die Bettfedern zumindest bis in die frühen Morgenstunden zu meiden.
Schon seit einigen Jahren sind wir eifrige Besucher dieses Events von dem ich meine, dass er der Kirche sehr gut tut. Neben den kulturellen Schätzen, die zugegebener Maßen unser Hauptinteresse sind, erfährt man doch auch so einiges über durchaus interessante Aktivitäten in der einen oder anderen Pfarre und das Bild, welches die Kirche oft selbst von sich zeichnet, wird da und dort entstaubt.
Haben wir uns die letzten Male meist in der Inneren Stadt und angrenzenden Bezirken aufgehalten, so würden mich heuer 2 Kirchen in den Außenbezirken interessieren – einmal im 14. und einmal im 23. Bezirk.
In Penzing, dem 14. Bezirk, steht ein unbestrittenes Kleinod des Jugendstils. Die Otto-Wagner-Kirche „Zum Heiligen Leopold“ auf den Gründen des solzialmedizinischen Zentrums Baumgartnerhöhe (Psychiatrie und Pulmologie) ist mit ihrer goldenen Kuppel ein schöner, fast schon orientalisch anmutender Anblick, an den Hängen der wiener Hausberge. Innen wie außen eine Augenweide, wollte ich sie schon lange einmal besuchen und mir vor allem das Weihwasserbecken ansehen. Selbiges hat Otto Wagner aus hygienischen Aspekten nämlich so gestaltet, dass das Wasser von oben tropft und man sich nicht durch Eintauchen in bereits „benutztes“ Wasser infiziert.
Sehr umstritten ist dafür die Kirche am Georgenberg in Wien 23. Nach den Plänen des Bildhauers Fritz Wotruba errichtet, hat der Bau zumindest bei seiner Fertigstellung Ende der 70er Jahre die Gemüter sehr erhitzt. Rohe, scheinbar wahllos angeordnete Betonblöcke sollen zeigen, dass Armut nicht hässlich sein muss und Einfachheit schön sein kann. Schönheit liegt aber bekanntlich im Auge des Betrachters und so gab es viele Kritiker dieser „hingestreuten Klötze“.
Mal sehen, wie es mit der Erreichbarkeit und dem Wetter am 30. aussieht. Vielleicht könnt Ihr ja bald neue Fotos von diesen zwei so gegensätzlichen Gotteshäusern auf unserer Homepage betrachten.
Tags: Fritz Wotruba, Jugendstil, Otto Wagner, Österreich, Tipps, Veranstaltung, Wien


Vielleicht schaffe ich ja diesmal. Blöderweise hab ich an diesem Tag immer Dienst und komme vor 21 Uhr nicht aus dem Labor. Und nach 16 Stunden Dienst bin ich nur noch streichweich
Übrigens, schön, dass du wieder da bist!
Das versteh ich gut, dass Du dann müde bist, Gerlinde. Vielleicht schaffst Du aber doch ein oder zwei „Schmankerln“ – ganz in Ruhe und Gemütlichkeit. Da gibt es Kleinode wie z.B. die barocke Bernardikapelle am Grashof, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Muss ja nicht so viel sein …
Und zu übrigens: danke!
Wenn, dann klappt es höchstens mit Graz – von da unten fahre ich ja auch noch 2 Stunden bis nach Wien