Ananas gegen Cellulite » « Anknüpfungspunkt
Donnerstag, 8. Dezember 2005
Vorher ist nicht immer auch Nachher
Ich bearbeite gerade unsere Fotos aus dem letzten Urlaub nach. Helligkeit, Schärfe, Schieflage … korrigieren. Da strömt die ganze Rundreise Tag für Tag an einem vorbei. So bin ich auch virtuell in Sevilla angekommen.
Unter anderem besuchten wir die Casa de Pilatos. Dort hing an einer der Wände ein Gemälde der Gemahlin eines der Hausherren. Da es zur damaligen Zeit noch keine Fotos gab, wurde dem Zukünftigen ein Gemälde seiner Zukünftigen gesandt, damit dieser sich VOR der Hochzeit im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von seiner Frau machen konnte.
Auf der gegenüberliegenden Wand zeigte man uns ein Gemälde, das NACH der Hochzeit angefertigt wurde. Interessiert?

Naja nicht ganz gleich, aber zumindest entfernt ähnlich :-). Wie ist es wohl dem Bräutigam ergangen, als er seine Zukünftige das erste Mal live sah und es kein Zurück mehr gab? Laut der Erzählungen unseres Guides war sie Zeitlebens eine treue und sehr geschäftstüchtige Ehegattin.
Sind wir also froh, dass es heutzutage Fotos gibt. Auch wenn diese nicht immer dem Original entsprechen müssen und der Spruch „Trau keinem Foto, das Du nicht selbst verfälscht hast“ sicher ein Quäntchen Wahrheit beinhaltet.



Ja, ja VOR der Hochzeit gibt’s Golatschen, NACH der Hochzeit fliegen die Watschen.