Ich bin 2 Öltanks

Ich bin 2 ÖltanksNeulich in der Pausenzone reden wir also halb dienstlich ernst, halb privat scherzend, als ich den Werbeslogan „Ich bin 2 Öltanks“ zitiere … und nichts als fragende Blicke ernte.

Tja, nicht nur an den Kindern merkt man, dass man älter wird, auch an den verständnislosen Kollegen. ;-) Hier also eine kleine Nachhilfe für die jüngere Generation.

Nach einigen größeren und kleineren Katastrophen, da Öltanks in privaten Haushalten leckten und das Heizöl so durch undichte Tanks in den Boden gelangen und das Grundwasser verseuchen konnte, wurden Ende der siebziger Jahre spezielle Sicherheitstanks vorgeschrieben.

Diese Tanks waren doppelwandig ausgestattet und entsprachen damit eigentlich 2 ineinander gesteckten Behältern – 2 Öltanks eben. Und um auf diesen Umstand hinzuweisen, wurde der Slogan „Ich bin 2 Öltanks“ kreiert, der Behälter am Straßenrand, vornehmlich in Quietschgelb, zierte.

Natürlich fand sich auch so manch andere lustige Anwendung dieses Werbesatzes im täglichen Sprachgebrauch. S‘gibt ja mehrere Dinge, die als Zwillinge ausgeformt sind oder jedenfalls einen Plural nahelegen. Eurer Phantasie sei nun freier Lauf gelassen … :-D

Der Slogan wird übrigens auch heute noch von der Firma Haase zur Bewerbung ihrer Öl- und Lagertanks verwendet.

Das nächste Mal, wenn also wieder von 2 Öltanks in der Pausenzone die Rede ist, dann nickt bitte wissend und gebt einer Mittvierzigerin das Gefühl, dass die 70er eh noch nicht so lang vorbei sind! ;-)

 

Die Kirschen in Nachbars Garten …

Maraschino
Kirschen sind meine erklärten Lieblingsfrüchte und für mich der Inbegriff des Sommers. Wunderschön finde ich die leuchtend roten Früchte, wie sie entweder zwischen grünen Blättern am Baum hervor lugen oder lustig von den Ohren verspielter Mädchen herab baumeln.

Und der Geschmack erst …! Nicht nur die süßen, dunklen Herzkirschen hab ich gern – je dünkler die Farbe, desto mehr Spurenelemente enthalten übrigens die Früchte – sondern auch die saure Schwester, die Weichsel schmeckt mit gut.

Gesund sind beide Arten des Steinobstes, süß wie sauer, wegen besagter Spurenelemente und Vitaminen.

Ebenfalls zu schätzen wusste die Kirschen ein gewisser Girolamo Luxardo, der in Dalmatien 1821 die erste Brennerei für Maraschino gründete. Seit dem ist Zadar und die Gegend rund um die schöne Hafenstadt die Heimat dieses Kirschenlikörs, den man nicht nur pur trinken sondern auch zum Verfeinern von Nachspeisen und Obstsalaten gut verwenden kann.

Der feine Geschmack nach Bittermandeln kommt übrigens daher, dass bei der Herstellung des Kirschenlikörs auch die Kerne zerkleinert und mitverarbeitet werden.

Ob das auch das Lieblingsgetränk von Claudia Bertani, der stets jünger werdenden Expertin für die Piemont-Kirschen von MonCherie, ist? ;-)

Egal! Kirschenzeit ist jetzt und man sollte das nutzen und sich täglich eine Handvoll (oder auch mehr) von den gesunden Früchten gönnen. Ich werd das jedenfalls mit Hochgenuss tun.

 

Der letzte Ritter(stern)

Amaryllis / Hippeastrum / RittersternHeuer Letztes Jahr habe ich mir im Oktober 2 Amarylliszwiebel (eigentlich ja Hippeastrumzwiebel) gegönnt. Ich finde die Blüten des Rittersterns wunderschön und gerade in der dunklen Winterszeit, wo ja nicht so arg viel üppig vor sich hin blühen will, besonders tröstlich.

Mit einem Drittel noch aus der Erde heraus schauend habe ich beide Zwiebel in Töpfe gesetzt und zuerst einmal zwecks Nachtkühle in den Schatten auf die Terrasse gestellt. Zu trinken gab’s nix für die Damen.

Als nach einigen Tagen 4, 5 cm grüne Spitzen sichtbar waren, wurden die Töpfe auf das (ungeheizte) Küchenfenster platziert. Die weiße Amaryllis hat dann auch artig getan und wie von ihr erwartet zu Weihnachten mit zwei schmucken Blütensternen aufgetrumpft. Nur die rote Schwesterzwiebel hat sich geziert und außer grünen Blättern nichts aufwarten wollen. Bis vor wenigen Tagen!

Nun sitzen zwischen den bereits langen Riemenblättern orangerote Blüten und erfreuen zu einer Zeit, wo der weiße Ritterstern nur mehr Erinnerung ist. So macht auch die Nachzüglerin noch viel und vor allem unerwartete Freude. Mal schauen, wie die beiden Damen so über’s Jahr kommen …

 

Ficus zelotypia

Ich persönlich bin ja davon überzeugt, dass allen Dingen in meinem Leben – seien sie nun belebt oder unbelebt – ein Wesen innewohnt. Das ist auch der Grund, warum ich schon mal mit meinen Küchengeräten spreche oder meine Waschmaschine ausschimpfe. Dass ich meinen Topfpflanzen nicht nur Musik vorspiele sondern ihnen auch Fotos ihrer wild lebenden Verwandschaft aus dem Urlaub mitbringe und teilweise unter der Androhung eines Rausschmisses zeige, wenn sie sich nicht bald zu ähnlicher Pracht auswachsen wollen, dürfte auch schon hinlänglich bekannt sein.

Solcherart mit meiner Umgebung umgehend muss ich es mir natürlich auch gefallen lassen, wenn das Imperium mal zurückschlägt – und das hat es gestern getan. (weiterlesen…)

 

Von Weltenrettern, Riesenspinnen und silbernen Unterhosen

There’s a light … Light in the darkness of everybody’s life

The Rocky Horror ShowIst das zu glauben? Mehr als 30 Jahre ist die Rocky Horror Show nun schon alt und immer noch ist die Musik super, die Geschichte witzig und das Publikum begeistert! Wir waren’s gestern Abend auch bei der Vorstellung im MQ.

Gemeinsam mit vielen anderen MusicalbesucherInnen (darunter witzigerweise auf den Sitzen direkt vor uns ein Arbeitskollege mit seiner Frau) haben wir die altbekannten Hymnen mitgesungen, den Timewarp getanzt, in Erinnerungen an alte B-Movies geschwelgt und uns am Ende heiß geklatscht um nur noch eine winzigkleine Zugabe – bitte, oh bitte. (weiterlesen…)

 

Happy New Year, Miss Sophie

Wien, Silvester 2009

Nirgends lässt sich das Feuerwerk über Wien besser und vor allem gemütlicher beobachten als von unserer Wohnung aus. Und wenn es vorbei ist und wir müde sind, fallen wir einfach rücklinks in unser Bett. Muss der arme James alias Alexander die angeheiterte Miss Sophie aka mich nicht so weit tragen.
Hach, das neue Jahr fängt ja schon super an!

Bei uns war übrigens nicht Mr. Pommeroy zu Gast sondern wir haben den Jahreswechsel mit Pommery gefeiert. Auch sehr prickelnd.

Für 2009 die besten Wünsche!

 

Eins, zwei, drei im Sauseschritt

… läuft die Zeit, wir laufen mit! Willhelm Busch

Schuschels SilvesterhüteSchwups da ist er ja schon, der letzte Tag im alten Jahr. Schnell ist’s wieder gegangen.

Da waren wir grad noch in Stockholm (Silvester 2007-2008), im Urwald bei den Ruinen von Tikal (unser Urlaub im März/April), sind durch die Amsterdamer Grachten gefahren (im Juli) und haben noch ein paar Sonnenstrahlen in Dalmatien eingefangen (im Oktober) und schon bald ist das alles „letztes Jahr“ gewesen.

Für unseren Abendspaziergang am Silvesterpfad ist der Flachmann schon gefüllt und die beiden lustigen Hüte von Cirque du Soleil liegen neben den dicken Handschuhen – so sind wir innerlich und äußerlich gegen die vorherrschenden Minusgrade gewappnet.

Apropos Silvesterpfad: Nicht nur, dass dieses alljährliche wiener Angebot recht einzigartig und sehr unterhaltsam ist, es ist auch wirklich super organisiert! So wird die ab 22:00 Uhr geschlossene U-Bahn-Station Stephansplatz in ein Behelfslazarett mit mehreren Notbetten und medizinischer Erstversorgung umgerüstet und auch ein U-Bahn-Zug steht bereit, um eventuell Verletzte schnell abtransportieren zu können. Das ist echt umsichtig – Hut ab, liebe Stadt Wien!

Bleibt nur zu hoffen, dass niemand diese Einrichtung in Anspruch nehmen muss.

Euch allen einen wunderschönen, rauschenden und prickelnden letzten Abend im alten Jahr und rutscht gut rüber nach 2009!

 

Schottische Gemütlichkeit & coole Technik

Was haben diese beiden wohl gemeinsam?

ein Laptray für die GartenfreundinSeit einigen Wochen besitze ich einen kleinen Eee PC 1000H in Perlmutt. Das Mini-Notebook begeistert mich total, da es alles hat, was ich zum Arbeiten so brauche (160 GB Festplatte, Bluetooth, Wireless-LAN, 10-Zoll Bildschirm und eine Tastatur, auf der es sich bestens tippen lässt) und dabei mit seinen 1,4 kg ein Leichtgewicht ist, das sich dank der geringen Abmessungen auch noch ganz einfach in meiner Bürotasche verstauen lässt. Und hübsch finde ich ihn außerdem!

Kein Wunder also, dass der Mini wegen seiner Mobilität derzeit mein Lieblingsspielzeug ist. Statt mir vor dem Couchtisch kauernd eingeschlafene Füße zu holen, knotze ich jetzt mit dem Eee auf dem Sofa. Und hier kommt die schottische Gemütlichkeit ins Spiel …

Die Mäcs haben schon seit langem sogenannte Laptrays, auf Deutsch Knietabletts, auf denen sich unter anderem wunderbar im Bett frühstücken lässt. Laptray erinnert aber auch an Laptop und dafür sind diese herrlich kitschigen Tabletts ebenfalls bestens geeignet – nämlich als Unterlage für selbige.

Falters Best of Vienna sei Dank war auch flugs ein Geschäft gefunden, das Laptrays führt und heute offen hat. Seit dem späten Vormittag also ruht mein Perlmutt-Mini fast schon kardanisch gelagert auf einem Knietablett. Egal, ob ich aufrecht sitze oder in die Polster geflötzt lungere – das Kissentablett geht mit (und schwingt nicht zurück!). Sehr zu empfehlen für gemütliches und entspanntes Arbeiten mit dem Notebook.

 

Es war da!

Hat einen glitzernd geschmückten Baum hinterlassen, darunter Präsente wie einen streichelzarten Bademantel für erfrorene Elfchen und ein neues „Glasauge“ für die optimale Perspektive.

Die schönsten Geschenke waren jedoch ein Tag voll Geborgenheit und Zeit füreinander.

Euch allen, die Ihr hier reinschaut, geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch in ein tolles neues Jahr!

Christbaumkugel, handbemalt

 

Lebkuchen

Lebkuchen

… sie kamen an ein Häuschen aus Pfefferkuchen fein …

Lebkuchen, auch Pfeffer- oder Gewürzkuchen genannt, ist für mich ein typisches Adventgebäck. 43 Jahre alt musste ich werden, um meine ersten eigenen Lebkuchenförmchen zu backen und der Grund dafür ist, dass ich aufgrund unserer Ernährungsumstellung Weihnachtsgebäck aus reinem Roggenmehl machen wollte.

Gleich bei der Zubereitung ist der Teig ein zähes Biest und man kann ihn sich eher als Superkleber denn als essbare Leckerei vorstellen. Nach 2 Tagen auf der kalten Terrasse und ein paar zusätzlichen Händen voll Mehl geht’s dann schon ein bisserl besser mit der Verarbeitung.

Für mich waren zwei Dinge wichtig: 1) der Teig muss kalt bleiben – je wärmer desto kleb, 2) man darf ihn nicht zu dünn ausrollen – je dünner desto ebenfalls kleb.

Anfangs sind die fertig gebackenen Lebkuchensternderln und -herzerln noch ein bisserl hart, sodass man versucht ist, sie einem Nussknacker zwischen die Zähne zu schieben, doch nach ein paar Tagen in der Dose mit Apfelschalen, wird das Gebäck mürbe und schmeckt ganz hervorragend.

Angenehmer Nebeneffekt: die ganz Wohnung duftet wunderbar nach Weihnachten! (weiterlesen…)

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