Die Kirschen in Nachbars Garten …

Maraschino
Kirschen sind meine erklärten Lieblingsfrüchte und für mich der Inbegriff des Sommers. Wunderschön finde ich die leuchtend roten Früchte, wie sie entweder zwischen grünen Blättern am Baum hervor lugen oder lustig von den Ohren verspielter Mädchen herab baumeln.

Und der Geschmack erst …! Nicht nur die süßen, dunklen Herzkirschen hab ich gern – je dünkler die Farbe, desto mehr Spurenelemente enthalten übrigens die Früchte – sondern auch die saure Schwester, die Weichsel schmeckt mit gut.

Gesund sind beide Arten des Steinobstes, süß wie sauer, wegen besagter Spurenelemente und Vitaminen.

Ebenfalls zu schätzen wusste die Kirschen ein gewisser Girolamo Luxardo, der in Dalmatien 1821 die erste Brennerei für Maraschino gründete. Seit dem ist Zadar und die Gegend rund um die schöne Hafenstadt die Heimat dieses Kirschenlikörs, den man nicht nur pur trinken sondern auch zum Verfeinern von Nachspeisen und Obstsalaten gut verwenden kann.

Der feine Geschmack nach Bittermandeln kommt übrigens daher, dass bei der Herstellung des Kirschenlikörs auch die Kerne zerkleinert und mitverarbeitet werden.

Ob das auch das Lieblingsgetränk von Claudia Bertani, der stets jünger werdenden Expertin für die Piemont-Kirschen von MonCherie, ist? ;-)

Egal! Kirschenzeit ist jetzt und man sollte das nutzen und sich täglich eine Handvoll (oder auch mehr) von den gesunden Früchten gönnen. Ich werd das jedenfalls mit Hochgenuss tun.

 

blühende Pflanzen auf unserer Terrasse

Ja, ja liebe/r LeserIn Du hast ja vollkommen recht, wenn Du ein wenig nörgelst und meldest, dass der letzte neue Beitrag schon ur-ur-ur-lange her ist. Seufz – stimmt, leider.

Rosen auf unserer Terrasse
Malerrose „Grimaldi“

Ein Grund ist das Business. Alexander hat Anfang April den Job gewechselt und in Karins Firma herrscht derzeit großer Auf- und Umbruch und viele Veränderungen stehen vor der Tür. Beides ist auf gut wienerisch „kein Lercherlschaß“ und konsumiert viel unserer Zeit.

Clematis alpina
Clematis alpina „Franky“

Und last but not least beansprucht unser Hobby Reisen dann noch das Meiste vom kümmerlichen Rest unserer verbleibenden Freizeit. Ende März waren wir eine Woche in Rom (Fotos und ausführlicher Reisebericht folgt auf unserer Webpage. Anfang Juli geht es dann 3 Wochen auf Rundreise nach Peru.

Malerrose
Malerrose „Grimaldi“

So und dann wollen wir auch noch unseren Freunden, Eltern, Geschwistern, … ebenfalls ein wenig unserer Zeit schenken … und vom Hörbuch Jesus liebt mich (köstlich, sehr empfehlenswert!) habe ich auch erst ein 1/3 gehört … und … uff – ich bin geschafft – aber schön ist das Leben!

Wie schön, das sieht man auch an den herrlichen Pflanzen, die heuer wieder direkt vor unserer Nase in Karins Himmelsgärtchen wachsen und gedeihen. Glücklicherweise ist das unser verlängertes Wohnzimmer, denn für eine extra Anfahrt hätten wir ohnehin keine Zeit.

Tja, so ist im Moment für uns mehr Aktivität im „wirklichen Leben“ denn im Web angesagt. Doch da alles steter Wandlung unterworfen ist, wird auch das wieder einmal anders werden …

 

Der letzte Ritter(stern)

Amaryllis / Hippeastrum / RittersternHeuer Letztes Jahr habe ich mir im Oktober 2 Amarylliszwiebel (eigentlich ja Hippeastrumzwiebel) gegönnt. Ich finde die Blüten des Rittersterns wunderschön und gerade in der dunklen Winterszeit, wo ja nicht so arg viel üppig vor sich hin blühen will, besonders tröstlich.

Mit einem Drittel noch aus der Erde heraus schauend habe ich beide Zwiebel in Töpfe gesetzt und zuerst einmal zwecks Nachtkühle in den Schatten auf die Terrasse gestellt. Zu trinken gab’s nix für die Damen.

Als nach einigen Tagen 4, 5 cm grüne Spitzen sichtbar waren, wurden die Töpfe auf das (ungeheizte) Küchenfenster platziert. Die weiße Amaryllis hat dann auch artig getan und wie von ihr erwartet zu Weihnachten mit zwei schmucken Blütensternen aufgetrumpft. Nur die rote Schwesterzwiebel hat sich geziert und außer grünen Blättern nichts aufwarten wollen. Bis vor wenigen Tagen!

Nun sitzen zwischen den bereits langen Riemenblättern orangerote Blüten und erfreuen zu einer Zeit, wo der weiße Ritterstern nur mehr Erinnerung ist. So macht auch die Nachzüglerin noch viel und vor allem unerwartete Freude. Mal schauen, wie die beiden Damen so über’s Jahr kommen …

 

Ficus zelotypia

Ich persönlich bin ja davon überzeugt, dass allen Dingen in meinem Leben – seien sie nun belebt oder unbelebt – ein Wesen innewohnt. Das ist auch der Grund, warum ich schon mal mit meinen Küchengeräten spreche oder meine Waschmaschine ausschimpfe. Dass ich meinen Topfpflanzen nicht nur Musik vorspiele sondern ihnen auch Fotos ihrer wild lebenden Verwandschaft aus dem Urlaub mitbringe und teilweise unter der Androhung eines Rausschmisses zeige, wenn sie sich nicht bald zu ähnlicher Pracht auswachsen wollen, dürfte auch schon hinlänglich bekannt sein.

Solcherart mit meiner Umgebung umgehend muss ich es mir natürlich auch gefallen lassen, wenn das Imperium mal zurückschlägt – und das hat es gestern getan. (weiterlesen…)

 

Endlich dicht!

Feuerbohnen in Trögen :-D Na, na, wer wird denn da an Siegesfeiern oder Unglücksvernichtungsaktionen in der Fanzone denken? Ich spreche von unserer Terrasse! Genauer gesagt von der Seite zum sogenannten „schiachen Nachbarn“ (damit ist das Haus gemeint, des Nachbarn bin ich persönlich noch nicht ansichtig geworden).

Seit ich das Terrassengärtchen mein Eigen nenne bin ich bemüht, die Abtrennung aus scheckigem, alten Welleternit zumindest sommers durch gnädiges Grün zu verhüllen. Was hab ich nicht alles erfolglos probiert … (weiterlesen…)

 

Stinktierkraut

Lysichiton americanusLetztens in Washington, USA war ich mit meiner kleinen Kamera „bewaffnet“ in den Wäldern nahe Seattle unterwegs. Kaum biegt man mit dem 4WD-Vehikel vom mehrspurigen Highway ab, ist man auch schon mitten in einem Märchenwald.

Meterhohe Schneewächten (ja, im Mai!) hindern selbst das 4WD-Auto am Gipfelstürmen, klare Bäche plätschern fröhlich über bunte Kieselsteine, hohe Bäume stehen dicht an dicht, in deren Schatten riesige Farne unter bemoosten Ästen hervorlugen und gelbe Scheincalla an sauren Lacken stehen.
(weiterlesen…)

 

Die Garten

Kittenberger ErlebnisgärtenWeder hab ich Deutsch verlernt, noch wird dies ein feministischer Artikel. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege fielen mir schon ein paar Argumente ein, warum Garten doch eigentlich eine sehr weibliche Sache ist …

DIE Garten bezeichnet die NÖ Landesgartenschau, welche kommenden Mittwoch, nämlich am 30. April, in meiner Geburtsstadt Tulln eröffnet wird.

Schon bisher für Zuckerrüben, Rosen, MICH und natürlich die alljährliche Gartenbaumesse bekannt, bietet Tulln mit dieser permenanten Gartenschau vom 30. April bis 26. Oktober 2008 und auch in den folgenden Jahren nunmehr eine weitere pflanzliche Attraktion. (weiterlesen…)

 

Scharfe Sachen, die 1.

HabanerosWas wäre die mexikanische (bzw. mittelamerikanische) Küche ohne Tabasco und Salsa Picante. Ordentlich scharf muss es schon sein, damit das Corona con Limone auch so richtig schön zischt – was zwar schmeckt, aber gegen das Brennen der Mundschleimhäute gar nichts hilft.

Die Früchtchen, die das kulinarische Feuer entfachen sind Chilis und in diesen wiederum der Inhaltsstoff Capsaicin.
(weiterlesen…)

 

Frühlingsduft

duftende NarzissenHeute konnte ich am Heimweg nicht an einem Töpfchen kleiner, quietschgelber Narzissen vorbei gehen. Als österlicher Pflanzenschmuck spart man sich da auch gleich die Deko-Küken bei der Gummientchenfarbe ;-) .

Zu meiner großen Freude verströmen die Frühlingsboten auch noch einen ganz zarten Duft! Bleibt nur zu hoffen, dass ich das mit der Luftfeuchtigkeit auch optimal hinkriege und mir die Märzenbecher nicht so schnell trocken werden (sonst leider oft der Fall). Das Zerstäuberfläschchen ist jedenfalls schon mal mit frischem Wasser gefüllt.

Und sollte es doch passieren oder spätestens nach dem Abblühen, kommen die Kleinen in einen Trog auf die Terrasse.

 

Turbo Boost

SchnittlauchGenau einen solchen, nämlich einen Turbo Boost, hat die Vegetation im Terrassengärtchen die letzten paar Tage bekommen. Das schöne, warme Wetter hat das Pflanzenwachstum angekurbelt und es grünt und sprießt als wär’s schon April. Sowas hab ich ja um diese Jahreszeit noch nicht erlebt!

Der Schnittlauch schaut aus wie ein giftiger Igel, die Brautspiere ist schon saftig grün und die Clematis alpina zeigt richtig große Blätter.
Dazu jubilieren Amseln und Meisen in Nachbars Winterschneeball, dass es eine Freude ist.

BrautspiereDa dachte ich, dass wir heuer aufgrund unseres Urlaubs im März einen vorgezogenen Frühling erleben werden aber stattdessen macht’s der Klimawandel (?) auch so zu Hause. Auf der einen Seite bin ich mehr als glücklich über den Sonnenschein und die Wärme, auf der anderen Seite sorg ich mich um meine Rosen. Sie treiben wie verrückt und die Forsythia, die mir sonst als verlässliche Zeigerpflanze für den richtigen Zeitpunkt zum Rosenschnitt dient, blüht auch schon.

Aber ein Schnitt jetzt im Februar? Das scheint mir doch noch zu riskant! Lieber werd ich wohl blutenden Herzens und tränenden Auges die Triebe im April schneiden als noch einen zur Jahreszeit passenden Frost zu riskieren.

Clematis alpinaAuch bei der Gärtnerin wird mit gemischten Gefühlen über den Stand der Vegetation berichtet und man macht sich Gedanken, was da noch alles auf uns zukommen wird. Ob ich in einigen Jahren Kakteen auf meiner südseitigen Terrasse ziehen muss weil’s dann schon so heiß und trocken ist? Doch bis es soweit ist, freu ich mich mal über den Sonnenschein und das Grünen und Blühen.

ältere Beiträge »