Von Weltenrettern, Riesenspinnen und silbernen Unterhosen

There’s a light … Light in the darkness of everybody’s life

The Rocky Horror ShowIst das zu glauben? Mehr als 30 Jahre ist die Rocky Horror Show nun schon alt und immer noch ist die Musik super, die Geschichte witzig und das Publikum begeistert! Wir waren’s gestern Abend auch bei der Vorstellung im MQ.

Gemeinsam mit vielen anderen MusicalbesucherInnen (darunter witzigerweise auf den Sitzen direkt vor uns ein Arbeitskollege mit seiner Frau) haben wir die altbekannten Hymnen mitgesungen, den Timewarp getanzt, in Erinnerungen an alte B-Movies geschwelgt und uns am Ende heiß geklatscht um nur noch eine winzigkleine Zugabe – bitte, oh bitte. (weiterlesen…)

 

Happy New Year, Miss Sophie

Wien, Silvester 2009

Nirgends lässt sich das Feuerwerk über Wien besser und vor allem gemütlicher beobachten als von unserer Wohnung aus. Und wenn es vorbei ist und wir müde sind, fallen wir einfach rücklinks in unser Bett. Muss der arme James alias Alexander die angeheiterte Miss Sophie aka mich nicht so weit tragen.
Hach, das neue Jahr fängt ja schon super an!

Bei uns war übrigens nicht Mr. Pommeroy zu Gast sondern wir haben den Jahreswechsel mit Pommery gefeiert. Auch sehr prickelnd.

Für 2009 die besten Wünsche!

 

Eins, zwei, drei im Sauseschritt

… läuft die Zeit, wir laufen mit! Willhelm Busch

Schuschels SilvesterhüteSchwups da ist er ja schon, der letzte Tag im alten Jahr. Schnell ist’s wieder gegangen.

Da waren wir grad noch in Stockholm (Silvester 2007-2008), im Urwald bei den Ruinen von Tikal (unser Urlaub im März/April), sind durch die Amsterdamer Grachten gefahren (im Juli) und haben noch ein paar Sonnenstrahlen in Dalmatien eingefangen (im Oktober) und schon bald ist das alles „letztes Jahr“ gewesen.

Für unseren Abendspaziergang am Silvesterpfad ist der Flachmann schon gefüllt und die beiden lustigen Hüte von Cirque du Soleil liegen neben den dicken Handschuhen – so sind wir innerlich und äußerlich gegen die vorherrschenden Minusgrade gewappnet.

Apropos Silvesterpfad: Nicht nur, dass dieses alljährliche wiener Angebot recht einzigartig und sehr unterhaltsam ist, es ist auch wirklich super organisiert! So wird die ab 22:00 Uhr geschlossene U-Bahn-Station Stephansplatz in ein Behelfslazarett mit mehreren Notbetten und medizinischer Erstversorgung umgerüstet und auch ein U-Bahn-Zug steht bereit, um eventuell Verletzte schnell abtransportieren zu können. Das ist echt umsichtig – Hut ab, liebe Stadt Wien!

Bleibt nur zu hoffen, dass niemand diese Einrichtung in Anspruch nehmen muss.

Euch allen einen wunderschönen, rauschenden und prickelnden letzten Abend im alten Jahr und rutscht gut rüber nach 2009!

 

Heimatkunde

echt:WienZwar ist Wien immer noch hauptsächlich vom Fußball geprägt, aber für spielfreie Tage wie z.B. den 27. und 28. Juni, haben wir auch ein kulturelles Alternativprogramm anzubieten für in- und ausländische Gäste und nicht zuletzt für uns selber.

Schließlich soll man die Feste feiern, wie sie fallen und sollten sie das nicht freiwillig tun, dann muss man sie eben zu Fall bringen ;-) .

Mit Unterstützung der Stadt Wien gibt’s also ein Festl zu den Themen Literatur, Kulinarik und Musik, mit entsprechenden Verantstaltungen. „Echt Wien“ (eigentlich ja eher echt Wean :-) ) heißt das Programm und findet an verschiedenen Orten von der Inneren Stadt bis am Kahlenberg statt.

Da spielt der Roland Neuwirt mit seinen Extremschrammeln im Zwölf Apostel Keller und der Dieter Chmelar scheibt Wuchteln im zweiten Hieb.

Leider laboriere ich immer noch am Reisebericht unseres Mexiko-Guatemala-Honduras-Belize-Urlaubs, sodass ich wohl eher fleissig schreiben statt feiern sollt, obwohl …. Na schau ma mal :-)

Näheres sowie ein detailliertes Programm ist zu finden unter: echt Wien

 

Im Regenwald

… glaubt man zu sein, wenn es gegen 05:00 Uhr wird und das Wetter ein offenes Schlafzimmerfenster erlaubt.

Amseln und Blaumeisen jubilieren wie bei einer Vogelhochzeit. Dazwischen hört man schon auch mal das Gurren einer Taube oder das heisere Krächzen von Krähen.

Nicht nur unser Hof und der Laubepark vis-a-vis besitzen eine große Anziehungskraft auf die gefiederten Freunde, nein auch die Antennen auf unserem Hausdach sind ein beliebter Aufenthaltsort für die trillernden Biowecker.

Tja so kommt’s, dass ich samstags um kurz nach 05:00 ins Pickerlheft hämmere während mein Liebster noch selig schlummert. Der hat schließlich seine eigene „Schlafmusik“ ;-) . Doch ehrlich, gibt’s eine schönere Art munter zu werden als durch Morgenrot und Vogelsang? Ich finde nein!

 

Hagel

Mairegen bringt ja bekanntlich Segen, aber was bringt Hagel im Juni?
Gestern Abend gab es in Wien sintflutartigen Regen mit heftigen Windböen und zeitweise Hagel. Glücklicherweise ist meinen Pflanzenkindern auf der Terrasse kaum etwas passiert. Trotzdem hat mich das Weltuntergangswetter dazu gebracht, mich im Netz zum Thema Hagel umzusehen.

Hagel, gefürchtet seit Menschen gedenken. Im Mittelalter als Gottes Strafe angesehen (u.a. Johannes Brenz, 1562), lösten Hagelstürme Hexenverfolgungen und Verfluchungen aus. Die bekannten württembergischen Hagelzüge waren nichts anderes als Hexenverfolgungen im frühen Württemberg, die Aufgrund heftiger Hagelstürme eingeleitet wurden. Auch Hungersnot und Völkerwanderungen waren die Folge.

So schreibt Marco Kaschuba , Meteorologe und Tornadojäger (ja, die gibt’s nicht nur im Film!) als Einführung zum Naturereignis Hagel.

Unser gestriger Hagel war zum Glück nur erbsengroß und hat nicht lange angehalten. Ganz anders da die Körner in der Größe von Golfbällen oder Hühnereiern, die man mitunter auch beobachten kann.

War’s auch nicht schlimm, so bin ich doch froh, dass es rasch vorüber gegangen ist das Unwetter und brauch auch so bald nichts mehr davon.

 

Weltpolitik in der U-Bahn-Station

Mit Politik hat unsere U-Bahn-Station Schottentor immer schon was am Hut gehabt – heißt das Schottentor doch im wiener Volksmund Jonas-Reindl. Der Jonas, nach dem das Reindl benannt ist, heißt mit vollem Namen Franz Jonas und war SPÖ-Politiker und 1951-65 Bürgermeister von Wien.

Heute ist das Schottentor Tor zur Weltpolitik und dafür verantwortlich ist eine temporäre(?) Installation gegen die Tibetpolitik Chinas.

Das Bild, das eine Fotografin während einer Tibetreise gemacht hat, wurde mit Mosaiksteinen auf 19 m2 nachgebildet und zeigt lachende Touristen in der neuen Tibetbahn, die das chinesische Hochland mit Tibet verbindet.

Für Lobsang Gyalpo, den Vize-Obmann von Save Tibet Österreich (und ehemaligen Arbeitskollegen von mir vor vielen Jahren), ist die Qinghai-Tibet-Bahn eine zweite Invasion seiner Heimat, in der er nie leben konnte.

Ich finde solche Aktionen gut, da sie die unduldbaren Zustände der chinesischen Tibetpolitik in friedlicher Form adressieren und eine Plattform nutzen, die niemandem schadet und aufgrund ihrer Frequentierung sicher viele Menschen erreicht. Eine Verlängerung auch über den September hinaus würde ich sehr befürworten!

Mehr dazu auch auf wien.orf.at.

 

Noch 10 Tage

griechisch orthodoxer Geistlicher in Wien… und es heißt wieder „schlaflos in Wien“ (oder Klagenfurt, oder Graz, oder …). Hoffentlich, denn am 30. Mai ist wieder Lange Nacht der Kirchen und somit ein guter Grund, die Bettfedern zumindest bis in die frühen Morgenstunden zu meiden.

Schon seit einigen Jahren sind wir eifrige Besucher dieses Events von dem ich meine, dass er der Kirche sehr gut tut. Neben den kulturellen Schätzen, die zugegebener Maßen unser Hauptinteresse sind, erfährt man doch auch so einiges über durchaus interessante Aktivitäten in der einen oder anderen Pfarre und das Bild, welches die Kirche oft selbst von sich zeichnet, wird da und dort entstaubt. (weiterlesen…)

 

Palmensonntag

PalmenhausIn einer Behausung wie dereinst Diogenes, nämlich in einem Holzfass, zog 1953 eine Palme ins Palmenhaus in Schönbrunn. Doch diese Wohnung wurde ihr zu eng sie sprengte sie in den 80er Jahren und grub ihre Wurzeln ins Erdreich. Das wiederum hatte zur Folge, dass der Baum viel schnell wuchs, als dies sonst der Fall gewesen wäre und nun ist ihm nicht nur sein Schuhwerk zu eng, sondern gleich das ganze Palmenhaus, in dem er steht.

Sisi-Palme25 Meter ist die Pflanze hoch – eine Höhe, die sie in der freien Wildbahn wohl kaum erreicht hätte. Eher hätte ein tropischer Wirbelsturm ihr Streben nach Höherem jäh beendet. Doch auch ihr Alter ist mit 170 Jahren äußerst stattlich und sie macht ihrem Namen – Sisi-Palme – aller Ehre.

Bevor die Riesenpalme jetzt auch noch das Palmenhaus selbst sprengt, muss sie leider dran glauben. Morgen wird die alte Dame stückchenweise abgesägt und ihr Holz soll sogar versteigert werden. Für die Nachfolge steht bereits ein Ableger der Sisi-Palme bereit.

KamelieWir waren heute Abschied nehmen von dem alten Baum und gleichzeitig den Frühling begrüßen, der mit Azaleen, Zwiebelblumen und Kamelien in der stilvollen Konstruktion aus Glas und Eisen bereits Einzug gehalten hat. Den Ort will ich mir jedenfalls merken und ihn besuchen, wenn ich wieder mal den Winterblues hab!

Mehr zur Sisi-Palme ist auch zu lesen auf wien.ORF.at.

 

Ein bisserl Gehör finden

Rober Palfrader, Kaiser von ÖsterreichSeine Majestät Robert Heinrich I., Kaiser von Österreich, ist ja bekanntlich ein ganz ein Braver und widmet sich sehr zum Leidwesen seines Volkes bis zum Herbst 2008 verstärkt sowohl der Vater- als auch verschiedenen Bühnenrollen.

In den Genuss der donnerstäglichen Audienzen, in denen Seine Majestät sich den von Obersthofmeister Seyffenstein vorgelassenen Promis und solchen, die’s gerne wären, mehr oder weniger widmet, kommen wir nun leider ein Zeiterl nicht. Ob die Österreicher trotz der Absenz des Kaiser ein bisserl brav sind? Na, ich bin mir da nicht sicher …

Seine Majestät wohl auch nicht, denn Hoheit geruhen nun per Hörfunk mit dem vernachlässigten Volk Kontakt aufzunehmen. Am Faschingdienstag wird also Robert Heinrich I. eine Radio-Audienz auf Radio Wien geben und darob Fragen des kleinen Mannes beantworten.

Selbige kann man jetzt schon per elektronischem Antrag senden und hoffen, dass man bei Seiner Majestät ein bisserl Gehör finden wird.

[via wien.ORF.at]

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