Der heurige September soll seit einem Jahr das erste Monat sein, in dem die Temperaturen unter dem Durchschnitt liegen. Aus ist also die – von einigen ja bereits als Beginn der Klimakatastrophe bejammerte – Hitzewelle. Von seiner unangenehmsten Seite hat sich der Herbst für mich am Freitag in der Früh gezeigt.
Nass bis auf die Knochen bin ich schon morgens ins Büro gekommen und meine Schuhe waren so vollgesoffen, das ich den Vormittag völlig von den Socken, also ohne Schuhe, war. Nein, keine Sorge, ich hab eh ein Einzelzimmer.
Als Kinder haben wir „Kerzendochtwetter“ zu solchen Niederschlägen gesagt. Die Nässe kriecht sozusagen von unten nach oben. Zuerst sind’s die Füße, die unter Wasser stehen, und wenig später schnäuzt man sich die feuchte Nase.
Falls der heftige Regen vom letzten Freitag heuer kein Einzelfall bleiben sollte, könnte ich mir ja diese hübschen Gummistiefel vom Lederleitner kaufen. Mit den schwarzen Blümchen auf weißem Grund muten sie direkt ein wenig asiatisch an und zu meiner Leidenschaft, dem Terrassengarteln, passen sie sowieso. Da kann man glatt auch dem Kerzendochtwetter was Schönes abgewinnen.