Mit Politik hat unsere U-Bahn-Station Schottentor immer schon was am Hut gehabt – heißt das Schottentor doch im wiener Volksmund Jonas-Reindl. Der Jonas, nach dem das Reindl benannt ist, heißt mit vollem Namen Franz Jonas und war SPÖ-Politiker und 1951-65 Bürgermeister von Wien.
Heute ist das Schottentor Tor zur Weltpolitik und dafür verantwortlich ist eine temporäre(?) Installation gegen die Tibetpolitik Chinas.
Das Bild, das eine Fotografin während einer Tibetreise gemacht hat, wurde mit Mosaiksteinen auf 19 m2 nachgebildet und zeigt lachende Touristen in der neuen Tibetbahn, die das chinesische Hochland mit Tibet verbindet.
Für Lobsang Gyalpo, den Vize-Obmann von Save Tibet Österreich (und ehemaligen Arbeitskollegen von mir vor vielen Jahren), ist die Qinghai-Tibet-Bahn eine zweite Invasion seiner Heimat, in der er nie leben konnte.
Ich finde solche Aktionen gut, da sie die unduldbaren Zustände der chinesischen Tibetpolitik in friedlicher Form adressieren und eine Plattform nutzen, die niemandem schadet und aufgrund ihrer Frequentierung sicher viele Menschen erreicht. Eine Verlängerung auch über den September hinaus würde ich sehr befürworten!
Mehr dazu auch auf wien.orf.at.
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