Saisonale Betrachtungen

Ewig könnte ich mir Erik Saties Gymnopedie No 1 anhören und diese wunderbaren Herbstbilder dazu ansehen. Gold, rot, orange … erst zarter Nebel, dann klare Luft.

Ob es mit dem eigenen Alter zusammenhängt, dass sich die persönliche Lieblingsjahreszeit ändert?

Als kleines Kind liebte ich den Frühling mit seinem drängenden Wachstum. Knospen hier und knallige Farben dort. Das Licht der Sonne fast grell, der Gesang der balzenden Vögel nahezu schrill.

Später war’s der Sommer, der es mir angetan. Flirrende Hitze, sattes Grün, Lachen in Parks und Bädern, Strandleben und natürlich Ferien. Der würzige Duft frisch gemähten Grases und das Zirpen der Grillen in endlosen, lauen Nächten.

Und jetzt schon seit einigen Jahren ist es der Herbst, den ich besonders mag. Er ist mild in den Temperaturen und sanft in den Farben. Beide Hände hat er voll Geschenke für uns und die Schürze füllt er noch dazu. Er riecht gut nach Nüssen und gefallenem Laub.

Wird es einst in ein paar Jahren der Winter sein, der dann meine liebste Jahreszeit ist?

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